Herz & Gefäße

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Eine Myocarditis kann sehr verschiedene Symptome auslösen und ist daher nicht leicht zu erkennen. Auch die Ursachen können sehr verschieden sein. Der zeitliche Zusammenhang mit Infektionen kann ein Hinweis auf Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten als Auslöser sein. Besonders Erstere können dabei symptomlos sein, aber schnell zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Hier fehlte bisher eine wirksame Therapie. Exosomen könnten diese medizinische Lücke schließen helfen.

Exosomen lindern die virale Myokarditis

Eine durch CoxsackieB3-Viren ausgelöste Myokarditis an Mäusen konnte durch Exosomen (aus Nabelschnurblut) deutlich gelindert werden. Es gelang damit, die Entzündung des Herzens zurückzudrängen und die Herzfunktionen zu verbessern. Untersuchungen an CoxsackieB3-infizierten menschlichen Cardiomyozyten (Herzmuskelzellen) zeigten nach Exosomengabe, dass das Absterben der Myozyten (Apoptose) gehemmt wurde durch diverse Regulationen entsprechender Signalproteine (pAMPK/AMPK, LC3II/I, BECLIN-1, BCL-2, pmTOR/mTOR, P62, BAX). Eine Exosomen-Therapie kann also in Zukunft eine hilfreiche Behandlung bei Myokarditis sein.

Exosomes Derived From Umbilical Cord Mesenchymal Stem Cells Alleviate Viral Myocarditis Through Activating AMPK/mTOR-mediated Autophagy Flux Pathway
Xiaohong Gu, Yuechun Li, Kaixin Chen, Xingang Wang, Zhongyu Wang, Hao Lian, Yuanzheng Lin , Xing Rong, Maoping Chu, Jiafeng Lin, Xiaoling Guo. J Cell Mol Med. 2020 May 18. doi: 10.1111/jcmm.15378. Online ahead of print.

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