
Gefäßerkrankungen, wie v. a. Arteriosklerose (Mikro- und Makroangiopathie), diabetische Angiopathien, im weiteren Sinne auch Venenerkrankungen (Krampfadern, Venenenzündungen, Thrombosen, Ödeme und offene Beine) und Lympherkrankungen (Lymphödeme, Lymphgefäßentzündungen, Wucherungen und Tumore der Lymphgefäße) können lebensbedrohliche Folgen haben, vor allem natürlich die Erstgenannten, wenn sie die Herzkranzgefäße (Coronargefäße) betreffen.
Bypass-Operationen am Herzen werden durchgeführt, um verstopfte Gefäße zu umgehen und das Herz sicher wieder mit Blut zu versorgen. Dabei werden oft Stücke eigener Gefäße von anderen Körperstellen gewonnen und eingesetzt, um Abstoßeungsreaktionen zu umgehen. Leider neigen diese Gefäßabschnitte jedoch dazu, dass die Zellschicht, die das Gefäß innen auskleidet (Endothel, Tunica intima), zu wuchern beginnt (Hyperplasie) und keine natürlichen Funktionen mehr zeigt (endotheliale Funktionen: Blutdruckregulation, Stoffaustausch, Regulation der Blutviskosität, Teilnahme an Immunreaktion, Blutgefäßneubildung). Exosomen aus Nabelschnurgewebe wurden im Tiermodell injiziert. In der Folge setzte eine Re-Endotheliallisierung ein, die transplantierten Gefäße nahmen vermehrt ihre Funktionen wieder auf. Gleichzeitig reduzierte sich die Hyperplasie. Die Autoren resümieren, dass Exosomen einen gefäßschützenden Effekt haben und nach Gefäß- Transplantationen hilfreich sein können.
Exosomes derived from human umbilical cord mesenchymal stem cells inhibit vein graft intimal hyperplasia and accelerate reendothelialization by enhancing endothelial function.
Qu Q, Pang Y, Zhang C, Liu L, Bi Y. Stem Cell Res Ther. 2020 Mar 23;11(1):133.